Lohnt sich eine Versicherung?

Versicherungs-Blog // Lohnt sich eine Versicherung? Oktober 2020

Eine der häufigsten Fragen, die mich als Versicherungsmakler erreicht. „Lohnt sich die Versicherung für mich?“

Die Antwort ist simpel aber immer wieder stoße ich auf eine falsche Denkweise. In den folgenden Zeilen wirst du das Prinzip Versicherung besser verstehen.

Viele Menschen stellen sich, wenn es um Versicherungen geht meist dieselbe Frage: „Bekomme ich mehr raus als was ich einzahle“ oder mit anderen Worten „Lohnt sich der Abschluss der Versicherung finanziell für mich?“ Oft wird nur nach diesen Gesichtspunkten entschieden. Aber ist das denn der richtige Ansatz? Wie funktioniert eigentlich so eine Versicherung und kann sich die Versicherung immer für jeden lohnen? In einem Satz ist das leider nicht erklärt deshalb muss man hier etwas Differenzieren.

Das Solidaritätsprinzip

Dieser Begriff erklärt im Grunde wie eine Versicherung funktioniert. Das Kollektiv übernimmt das Risiko des Einzelnen. Hä was? Geht´s auch einfacher? Ja sorry! Ich versuch es mal anhand eines Beispiels zu erklären.

5000 Leute bezahlen 100€ jährlich für eine Haftpflichtversicherung. In Summe 500 000€. Bei einem der 5000 Leute ereignet sich ein Schadensfall in Höhe von 100 000€. Für den Einzelnen wäre das ein großer Rückschlag, wenn nicht sogar der Ruin. Durch die Gemeinschaft wird das Risiko auf alle verteilt und der Einzelne ist mit einem sehr günstigen Beitrag froh, dass er die 100 000€ nicht aus seiner eigenen Tasche bezahlen muss :

Stark vereinfacht dargestellt funktioniert eine Versicherung so!

Das Ich-Denken bei Versicherungen (oder der richtige Zeitpunkt eine Versicherung abzuschließen)

„Hauptsache mein Schaden wird bezahlt!“ so oder so ähnlich denken viele Menschen, wenn es um Versicherungen geht. Grundsätzlich ist daran auch nichts verkehrt. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen ist das auch dein gutes Recht als Versicherungskunde eine Leistung zu erhalten, aber kann sich denn eine Versicherung immer für jeden lohnen? Die Antwort ist nein! Wer das Solidaritätsprinzip verstanden hat weiß sofort, wenn sich eine Versicherung immer für jeden oder viele lohnt würden die Beiträge ins unermessliche Steigen und die Versicherung wäre binnen kürzester Zeit bankrott.

Die Versicherungsprämie

Wie wird diese errechnet? Also eins ist klar der, Versicherer sitzt nicht am Tisch und würfelt hier wild ein paar Zahlen aus und benennt im Anschluss die Prämie. Kurz zusammengefasst enthält die Versicherungsprämie folgende Posten:

Netto-Risikoprämie + Sicherheitszuschlag + Vertriebs- und Betriebskosten + Gewinnzuschlag + Steuern

Am Ende steht dann der Gesamtbeitrag oder auch die Versicherungsprämie genannt. Evtl. wird einem jetzt etwas deutlicher, warum sich viele Anbieter preislich so stark unterscheiden. Und ja klar es gibt auch den ein oder anderen Schlingel am Markt, der den Punkt Gewinnzuschlag sagen wir sehr großzügig kalkuliert 😊.

Der Zeitpunkt ist wichtig

Ich glaube es dürfte jetzt jedem klar sein, dass eine Versicherung nur funktioniert, wenn das Risiko nicht völlig explodiert. Das mag evtl. ein Grund sein, warum fast keine Rechtsschutzversicherung das Thema Scheidung mitversichert 😊. Aber wann ist denn der richtige Zeitpunkt für den Abschluss einer Versicherungspolice?

VOR DEM VERSICHERUNGSFALL!

Jetzt macht er auch noch Scherze! Nein nein das war mein voller Ernst! Es gibt fast wöchentlich in meiner Versicherungsagentur anrufe oder anfragen nach dem Motto: „Können wir da nicht noch etwas machen?“ Die Antwort lautet immer nein!

Stell dir vor du bist Kunde einer solchen Gemeinschaft und eine Versicherungsgesellschaft oder ein Vermittler arbeitet mit solchen illegalen Mitteln? Was passiert denn dann mit der Prämie? Richtig sie wird explodieren und die Beitragsanpassungen flattern ins Haus. Zudem ist es auch ziemlich unfair, wenn jemand mit einem bereits eingetretenen Versicherungsfall die Gemeinschaft ausnutzt und womöglich nach kurzer Zeit wieder kündigt.

Aber keine Angst die Versicherer haben hier schon Ihre Mittel solche Leute aufzuspüren und zu entlarven. Dennoch lässt es sich nie ganz vermeiden.

Deshalb keine Versicherung abschließen!?

Nun ja, das bleibt schlichtweg jedem selbst überlassen. Jeder Kunde hat auch ein anderes Risiko, welches professionell bewertet werden muss und schlussendlich musst du als Kunde selbst entscheiden, ob du ein Risiko selbst tragen kannst/willst oder ob du dich dafür versichern möchtest. Grundsätzlich unterscheide ich vereinfacht zwischen 3 Risikoarten.

  • Existensbedrohende Risiken (1)
  • Nice-to-have Absicherungen (2)
  • Luxusprobleme (3)

Statistiken in Deutschland zeigen immer wieder, dass der Deutsche eher dazu tendiert seine Luxusgüter zu versichern als seine Existenz.

Deshalb hier mal eine kleine Versicherungspyramide, die dir helfen kann Prioritäten zu setzen. Denn eines ist klar, alles kann man nicht versichern aber das wichtigste sollte man schon haben.

WIE SIEHTS BEI DIR AUS? WELCHE RISIKEN HAST DU ABGESICHERT UND BEZAHLST DU ZU VIEL DAFÜR? WENN DU EIN KOSTENLOSES GUTACHTEN MÖCHTEST, KONTAKTIERE MICH HIER UND ICH ZEIGE DIR, WIE EINFACH UND EHRLICH VERSICHERUNGSBERATUNG SEIN KANN.

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